Melderekord: 46.083 Meldungen für alle Vienna City Marathon Bewerbe
Was für eine Eröffnung für die Laufbewerbe des 42. Vienna City Marathon! Flatternde Laufbegeisterung beim neuen Fledermauslauf, ein großes Miteinander beim Coca-Cola Inclusion Run, Kinder- und Nachwuchsläufe unter dem Motto "The Daily Mile" sowie der Vienna 5K auf der Ringrunde brachte mehr als 8.000 gemeldete Läufer*innen auf die Beine.
Vor großartiger Zuschauerkulisse setzten die Sieger des 5-km-Laufs, Timo Hinterndorfer aus Wien in Streckenrekordzeit von 14:17 Minuten und die Neuseeländerin Sophie Hicks in 16:20 Minuten, die sportlichen Highlights. U23-Rekordlerin Cordula Lassacher erzielte an zweiter Stelle in 16:27 eine persönliche Bestleistung. - Die Story zu diesem Lauf findest du weiter unten.
Mit Samstag-Abend steht das finale Meldeergebnis mit der Rekordzahl von 46.083 Meldungen für alle Bewerbe fest. Der bisherige Höchststand aus dem Jahr 2017 lag bei 42.766 Meldungen.
Gesamt 46.083 Anmeldungen
12.968 - Marathon
14.094 - Wiener Städtische Halbmarathon
10.664 - Powerade Staffelmarathon (= 2.666 Teams)
4.102 - Vienna 5K
1.663 - The Daily Mile 1600
1.410 - The Daily Mile 800
888 - Coca-Cola Inclusion Run
294 - Fledermauslauf
Vienna 5K: Siege für Hinterndorfer und Hicks bei stimmungsvollem Vienna 5K
Timo Hinterndorfer hat bei stark windigen Bedingungen in 14:17 Minuten den Streckenrekord beim Vienna 5K verbessert, den zuvor der 2024-Sieger Marcel Tobler mit 14:22 Minuten gehalten hat. Der Sieg bei den Frauen ging an die Neuseeländerin Sophie Hicks. Der Vienna 5K war der stimmungsvolle Abschluss des ersten VCM-Tags mit vielen tollen Leistungen. 4.102 Anmeldungen gingen für den Vienna 5K ein, das ist ein neuer Teilnahmerekord für den jungen, stark wachsenden Bewerb auf der Wiener Ringstraße. Dieser Lauf auf der Ringstraße zog Läufer*innen aller Alters- und Leistungsklassen an. Auch die Teilnahme ohne Zeitnehmung und als Walker*in war möglich.
Neuer Streckenrekordler feiert zweiten Sieg bei VCM-Bewerb
Im vergangenen Jahr ist Timo Hinterndorfer (DSG Wien) als strahlender Sieger des Wiener Städtische Halbmarathon ins Ziel gelaufen, dieses Mal als zufriedener Sieger des Vienna 5K. „Ich weiß, dass ich gut in Form bin und das habe ich heute auch zeigen können. Es ist extrem gut gelaufen in der ersten Hälfte. Bergauf und Wind von vorne waren dann eine brutale Kombination“, sagte er. „Ich hab ein super Gefühl gehabt und dieses Gefühl nehm ich mit zur Straßenlauf-EM nächste Woche in Brüssel“, analysierte das heimische Nachwuchstalent nach dem Rennen. „Der Vienna 5K hat optimal in mein Programm gepasst und es war eine deutliche Steigerung zu den Staatsmeisterschaften im 10.000m-Lauf vor zwei Wochen.“ Seine Siegerzeit von 14:17 Minuten ist ein neuer Event-Rekord für die AIMS-zertifizierte, fünf Kilometer lange Strecke rund um den Ring.
Schnelle erste drei Kilometer
Ein Renndrittel lang unterstützt von einem Tempomacher legte Timo Hinterndorfer einen Start-Ziel-Sieg hin. Freilich orientiert sich der 20-Jährige generell am Wunsch, einen 5km-Lauf unter 14 Minuten zu absolvieren, doch unter den gegebenen Windbedingungen zeigte er sich mit seiner heutigen Leistung sehr zufrieden. Nach schnellen ersten drei Kilometern verlor er auf dem vierten Kilometer einiges an Schwung. „Dass heute keine superschnelle Zeit drin war, war uns allen klar. Auf dem letzten Kilometer hat das Publikum unglaublich gepuscht – diesen Support erlebt man sonst nirgends in Österreich!“ Er versprach: „Nächstes Jahr hoffe ich auf bessere Bedingungen und gute Konkurrenz, dann werde ich sicher schneller laufen.“
Eine starke Leistung lieferte Markus Reißelhuber (team2012.at) als Zweiter ab. Der 21-Jährige verbesserte seine persönliche Bestleistung auf eine Zeit von 14:51 Minuten und sicherte sich vor dem Belgier Thys Moreau den zweiten Platz.
Neuseeländischer Sieg bei den Frauen
Eine starke und dynamische Gruppe junger Österreicherinnen sorgte für einen spannenden und in der Breite gutklassigen Wettkampf. Gewonnen hat diesen jedoch die Neuseeländerin Sophie Hicks, die zu Rennmitte die Initiative in der Renngestaltung übernahm und mit einer Zeit von 16:20 Minuten in die Nähe ihrer persönlichen Bestleistung gekommen ist. „Die Stimmung am Streckenrand war unglaublich. Das hat mich extrem motiviert. Es war ein tolles Rennen, ich bin sehr happy“, sagte die 25-Jährige.
Lassacher mit Platz zwei überglücklich
Ebenfalls mit strahlender Miene überquerte Cordula Lassacher (Atus Knittelfeld) die Ziellinie als Zweite und damit beste Österreicherin. Die 21-jährige, frisch gebackene Staatsmeisterin im 10.000m-Lauf freute sich nach einem starken Finish über eine persönliche Bestleistung von 16:27 Minuten, Platz acht in der ÖLV-Bestenliste. „Ich war voll erstaunt, welch tolle Zeit sich noch ausgegangen ist. Es war noch einmal ein super Wettkampf“, sagte die in Wien studierende Steirerin, die auf eine erfolgreiche Wintersaison mit drei ÖLV-Rekorden in der Altersklasse U23 zurückblickt – jene im 10km-Straßenlauf und Halbmarathon jeweils im Rahmen der VCM Winterlaufserie.
Lassacher hatte sich fest vorgenommen, den Vienna 5K mutig anzugehen. „Als ich gesehen habe, welch hohes Tempo die Neuseeländerin und Lena vorgelegt haben, war das schon beeindruckend. Aber ich habe gemerkt, dass ich gute Beine habe und ich konnte dann das Loch zu Lena schließen“, schilderte sie aus dem Renngeschehen.
„Megacoole Bühne für uns“
Lena Millonig (ULC Riverside Mödling) hätte sehr gerne ihren Sieg aus dem Vorjahr wiederholt, gab sich aber im Duell mit Lassacher als faire Unterlegene: „Cordi war heute definitiv die Stärkere und ist smart gelaufen gegen den Wind.“ Die ÖLV-Rekordhalterin im 3.000m-Hindernislauf betonte bereits im Vorfeld, nicht in der Superform zu sein wie zum gleichen Zeitpunkt des letzten Jahres, und lief den Wettkampf voll aus ihrem Vorbereitungstraining auf den Sommer heraus. „Es ist megacool auf dieser Bühne zu laufen, vor so vielen Leuten entlang der Strecke. Und ich finde es auch toll, dass so viele junge Österreicherinnen heute diese Bühne genießen konnten – das ist sicherlich eine tolle und motivierende Erfahrung für alle, die noch relativ am Beginn ihrer Karriere stehen!“
Viele starke Leistungen
Neben Lassacher und Millonig zeigten noch weitere Österreicherinnen starke Leistungen. Sandra Schauer wurde in 16:43 Minuten Vierte, Marie-Therese Gruber (Union Salzburg LA) verbesserte als Fünfte den Salzburger Landesrekord auf eine Zeit von 16:44 Minuten. „Es war irre, wie schnell wir das Rennen angegangen sind. Die letzten zwei Kilometer waren der pure Kampf“, meinte die völlig erschöpfte, aber glückliche 23-Jährige.
Larissa Matz belegte sechs Tage nach ihrem Staatsmeistertitel im Halbmarathon in persönlicher Bestleistung Platz acht hinter der estnischen Hindernislauf-Spezialistin Laura Maasik und der in Salzburg lebenden Deutschen Annika Leineweber. Die 16-jährige Wienerin Elena Koller erreichte in einer Zeit von 18:06 Minuten den zwölften Platz. „Es war urcool, so viele Leute haben meinen Namen gerufen, das hat mich unglaublich motiviert“, erzählte sie.
Top-10 Ergebnisse Vienna 5K
Männer
1. Timo Hinterndorfer (AUT) 14:17 Minuten
2. Markus Reißelhuber (AUT) 14:51 Minuten
3. Thys Moreau (BEL) 15:00 Minuten
4. Niklas Scherb (AUT) 15:10 Minuten
5. Ahmad Smour (AUT) 15:14 Minuten
6. Joshua Gschwentner (AUT) 15:15 Minuten (3. U18-Leiste)
7. Raphael Rakut (GER) 15:15 Minuten
8. Markus Hauser (AUT) 15:16 Minuten
9. Erik Spindler (AUT) 15:19 Minuten
10. David Vollmann (AUT) 15:27 Minuten
Frauen
1. Sophie Hicks (NZL) 16:20 Minuten
2. Cordula Lassacher (AUT) 16:27 Minuten
3. Lena Millonig (AUT) 16:35 Minuten
4. Sandra Schauer (AUT) 16:43 Minuten
5. Marie Theres Gruber (AUT) 16:44 Minuten
6. Laura Maasik (EST) 17:05 Minuten
7. Annika Leineweber (GER) 17:07 Minuten
8. Larissa Matz (AUT) 17:07 Minuten
9. Eline Gemperle (SUI) 17:34 Minuten
10. Silvia Valova (SVK) 17:35 Minuten