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Heimische Talenteschau beim Vienna 5K

Am Samstagabend bietet der Vienna City Marathon mit dem Vienna 5K am Ring eine spannende und stimmungsvolle Bühne für heimische Spitzenläuferinnen und Spitzenläufer, darunter einige vielversprechende, junge Lauftalente.

Die ersten spitzensportlichen Höhepunkte des VCM-Wochenendes werden sich bereits am Samstag ereignen. Eine beachtliche Dichte heimischer Spitzenläuferinnen lässt besonders im Vienna 5K der Frauen einen aufregenden Wettkampf erwarten.

Der Bewerb am Samstagabend stellt auch eine Bühne dar, die einen Blick in die Zukunft des österreichischen Laufsports erlaubt. Denn mit ihren 27 Jahren ist die zweifache EM-Teilnehmerin Lena Millonig (ULC Riverside Mödling) die heimische Teilnehmerin mit der meisten Erfahrung. Ihren Sieg im Vorjahr in einer persönlichen Bestleistung Zeit von 15:58 Minuten würde sie nur gerne wiederholen und dabei neuerlich die herausragende Stimmung entlang der Zielgerade genießen.

Idealer Termin

Der Vienna 5K ist für die österreichische Rekordhalterin im 3.000m-Hindernislauf ein Idealtermin vor Beginn der Freiluft-Wettkampfsaison im Stadion. „Die fünf Kilometer sind ein hervorragendes Training für den Hindernislauf. Außerdem performe ich dank meiner guten Ausdauer auf den längeren Distanzen immer gut und ich genieße auch die Abwechslung eines Straßenlaufs. Daher ist der Vienna 5K ein optimaler Wettkampf Richtung Saisonstart auf der Bahn“, sagte sie beim heutigen Pressetermin im ARCOTEL Kaiserwasser. Ihren einzigen Wettkampf im bisherigen Jahresverlauf gewann die Tochter des ehemaligen Hallen-Europameisters Dietmar Millonig – beim VCM Winterlauf am 2. März über fünf Kilometer.

Lassacher läuft befreit auf

Eine spannende und mit Selbstvertrauen voll getankte Herausforderin für Millonig ist Cordula Lassacher (Atus Knittelfeld). Die in Wien lebende Steirerin blickt auf sehr gelungene Wettkampfwochen und -monate zurück. Nach dem guten Auftritt bei der Crosslauf-EM im Dezember (U23) knackte sie gleich drei ÖLV-Rekorde in der Altersklasse U23: im Halbmarathon, im 10km-Lauf und zuletzt bei ihrem Premieren-Staatsmeistertitel im 10.000m-Lauf. Dort unterbot sie auch das Limit für die U23-EM im Juli im norwegischen Bergen und schaffte damit die Qualifikation für ihren persönlichen Jahreshöhepunkt.

Aufgrund dieser jüngsten Erfolge kann die 21-Jährige am Samstag befreit auflaufen. „Ich bin bereit für ein schnelles Rennen“, versprach sie, auch wenn die Wettkampf-Distanz für sie eher auf der kürzeren Seite ist. Das gilt auch für Larissa Matz (ULC Riverside Mödling), die am vergangenen Sonntag mit einer bemerkenswerten persönlichen Bestleistung von 1:14:38 Stunden den Titel bei den Staatsmeisterschaften im Halbmarathon geholt hat. „Das Rennen steckt mir noch etwas in den Knochen. Aber ich hoffe auf ein befreites Laufgefühl und ein stimmungsvolles Rennen über fünf Kilometer“, sagte die 23-jährige Jus-Studentin, die sich zukünftig vom Halbmarathon aus eher Richtung Marathon als Richtung kürzere Distanzen orientieren möchte.

Das feine österreichische Starterfeld ergänzen die Salzburgerin Marie-Theres Gruber (Union Salzburg LA), die bei den Crosslauf-Europameisterschaften ein starkes U23-Rennen gelaufen ist, die mehrfache Staatsmeisterin auf den Mittelstrecken-Distanzen, Sandra Schauer (Union St. Pölten), die Oberösterreicherin Lisa Oberndorfer (LCAV Jodl Packaging) und Elena Koller (DSG Wien), im Alter von erst 16 Jahren eines der viel versprechendsten Lauftalente Österreichs. Dazu kommen zwei interessante internationale Teilnehmerinnen: die mehrfache estnische Meisterin Laura Maasik, eine Hindernislauf-Kollegin von Millonig, und die aus Neuseeland stammende Sophie Hicks.

Hinterndorfer: „So schnell wie möglich um den Ring“

Für das Rennen der Männer musste Vorjahressieger Marcel Tobler (ULC Riverside Mödling) kurzfristig absagen. „Ich hatte am Dienstag fast 39 Grad Fieber. Auch wenn die Erkrankung schnell weggegangen ist, hab ich mit meiner Trainerin Karin Haußecker gestern entschieden, dass es vernünftig ist, morgen keinen Wettkampf zu laufen“, erklärte der 23-jährige. „Manchmal muss man als Sportler solche Entscheidungen treffen.“

Nur allzu gerne hätte Tobler Timo Hinterndorfer (DSG Wien) herausgefordert. Der 20-Jährige, der vor einem Jahr den Wiener Städtische Halbmarathon in einer Zeit von 1:03:05 Stunden gewonnen hat, ist damit der klare Favorit auf den Sieg beim Vienna 5K am Samstagabend. „Ich freue mich sehr, dass ich wieder beim VCM-Wochenende dabei sein darf. Ich will so schnell wie möglich um den Ring laufen und gebe sicher mein Bestes – unabhängig des Wetters.“ Aufgrund des drohenden Winds verzichtete Hinterndorfer wie auch alle anderen auf konkrete Ankündigungen, was Zeitziele betrifft. Viel mehr will der talentierte Nachwuchsläufer über den Vienna 5K Schwung für seinen Start beim Halbmarathon der Straßenlauf-Europameisterschaften eine Woche später in Belgien aufnehmen.

Local Heroes als Win-Win-Situation

Für viele der heimischen Lauftalente sowie Spitzenläuferinnen und Spitzenläufer stellen die Bewerbe des Vienna City Marathon eine hochinteressante Bühne der Präsentation dar – mit der Chance auf einen Durchbruch in ihrer Karriere. So führte der letztjährige Halbmarathon-Sieg den damals 19-jährigen Timo Hinterndorfer zu den Europameisterschaften nach Rom, wo er bester Österreicher wurde.

Dieses Miteinander mit den heimischen Aushängeschildern im Laufsport und den vielversprechenden Talenten ist dem Vienna City Marathon als Vorbildevent in der österreichischen Laufszene besonders wichtig. „Wir sind sehr stolz, dass ihr alle so motiviert beim VCM-Wochenende dabei seid. Das bereitet uns eine Riesenfreude!“, begrüßte VCM-Geschäftsführerin Kathrin Widu die „Local Heroes“ beim heutigen Presstermin. Sie bekräftigte: „Wir liefern sehr gerne die Plattform und sind sehr gespannt auf eure Leistungen!“